Sonnenbrand bei Pferden!

Nicht nur für uns Menschen kann die Sonne gefährlich werden und einen Sonnenbrand verursachen. Wer selbst schon einmal den einen oder anderen Sonnenbrand hatte, weiß wie unangenehm und schmerzhaft das sein kann. Nur weil Pferde ihr Fell haben, heißt das nicht automatisch, dass es sie auch vor Verbrennungen durch die Sonne schützt und dass ein Sonnenbrand bei Pferde nicht genauso unangenehm werden kann. Gerade jetzt im Sommer sollte jeder Pferdebesitzer daher achtsam sein.

Normalerweise ist die Haut des Pferdes durch ihre dunkle Farbe geschützt. Selbst bei Schimmeln ist die Haut unter dem weißen meist Fell dunkel bis schwarz, wodurch die Haut in der Regel nicht empfindlich auf starke Sonneneinstrahlung reagiert. Es gibt aber auch Pferde, denen diese dunkle Haut fehlt (z.B. Cremellos), für die die Sonne sehr gefährlich werden kann. Auch Schecken mit hohem Weiß Anteil haben oftmals unter dem hellen Fell keine oder nur sehr leicht dunkle Haut. Aber auch alle anderen Fellfärbungen wie Füchse, Rappen, Braune und Schimmel können einen Sonnenbrand bekommen und zwar dort, wo sie Abzeichen haben. Unter einer Blesse oder auch an den Fesseln bzw. Hufballen ist die Haut des Pferdes hell. Gerade an Stellen, an denen das Fell zudem noch sehr dünn ist, wie bei einer breiten Blesse an den Nüstern oder in der Fesselbeuge, ist das Risiko für eine Verbrennung sehr hoch. Vor allem Pferde mit breiter Blesse haben schnell mit Sonnenbrand zu kämpfen, da das Fell um die Nüstern herum so dünn und fein ist, dass man oft schon die rosa Haut durchschimmern sieht.

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Symptome

Hat das Pferd einen Sonnenbrand, lassen sich die Symptome schnell erkennen. Bei einem leichten Sonnenbrand ist die Haut leicht gerötet und schmerzt schon sehr. Ist der Sonnenbrand stärker ausgeprägt, bildet die verbrannte Haut Blasen und weist eine starke Rötung auf. Bei einem extrem starken Sonnenbrand ist die Haut großflächig zerstört und löst sich ab, was schwere Entzündungen und Fieber zur Folge haben kann. Es ist immer ratsam, bei einem stärker ausgeprägten Sonnenbrand den Tierarzt zu rufen!

Sonnenschutz

Um das Pferd vor Sonnenbrand zu schützen, sollten auf der Weide ausreichend Schattenplätze zur Verfügung stehen. Es gibt auch Netze für die Nasen und andere Fliegendecken und Fliegenmasken, die zusätzlich einen Lichtschutzfaktor haben. Auch Sonnencreme für Pferde ist mittlerweile erhältlich oder man greift auf Sonnenmilch für Kinder zurück, die frei von Duftstoffen und anderen Zusätzen ist. Um helle Hufballen und Fesselbeugen vor Sonnenlicht zu schützen empfehlen sich herkömmliche Hufglocken.

Behandlung

Sind Hautstellen des Pferdes bereits gerötet, sollte der Bereich mit Wasser gekühlt und der Kontakt mit der Sonne vermieden werde. Das Pferd sollte aus der Sonne geholt werden und ausreichend Trinkwasser zur Verfügung gestellt bekommen. Außerdem sollte die Haut z.B. mit einer Wund-und Zinksalbe gepflegt werden, Pflegeprodukte für Menschen nach dem Sonnenbad sollten nicht verwendet werden.

Geht das Pferd regelmäßig im Sommer auf die Wiese, muss die Haut also immer kontrolliert werden. Aber auch dunkle Pferde sollten bei starker Hitze und Sonne beobachtet werden, da sie eine Überhitzung erleiden könnten. Neben Schattenplätzen sind genügend Wasserstellen außerdem ein Muss auf jeder Pferdewiese.

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