Pferdehaftpflichtversicherung – Was du wissen solltest!

Ist eine Versicherung für Pferde sinnvoll oder nicht? Wir beantworten euch die wichtigsten Fragen rund um das Thema Pferdehaftpflichtversicherung.

Eine Versicherung für Pferde ist dann sinnvoll, wenn der Besitz eines Pferdes angestrebt wird. Eine entsprechende Pferdehalterhaftpflichtversicherung schützt den Pferdebesitzer vor finanziellen Belastungen, da diese je nach Tarif für Personen-, Sach- und Vermögensschäden aufkommt.

Bei einer Versicherung für Pferde handelt es sich nicht um eine Pflichtversicherung. Jedoch sollte jeder Pferdehalter bedenken, dass ein Pferd auch ohne fremde Einwirkung in bestimmten Situationen ungewollt reagieren und entsprechende Schäden verursachen kann. Gesetzlich ist geregelt, dass der Pferdehalter in voller Höhe und vollem Umfang dafür haftet. Die private Haftpflichtversicherung des Halters greift nämlich nur bei Schäden, die durch kleinere Tiere verursacht werden. Kommt es aus verschiedenen Gründen zu einem Schaden (Personen-, Sach- oder Vermögensschaden), dann übernimmt die Pferdehaftpflichtversicherung den Schadensersatz in der Höhe, die im Vertrag bemessen worden ist. Darüber hinaus agiert die Versicherung auch in rechtlichen Fällen. Im Falle eines gerichtlichen Prozesses, werden dementsprechend Anwaltskosten und Gerichtskosten übernommen. Also eine Art Haftplicht mit Rechtschutzversicherung für Pferdehalter. Bei einer gewerblichen Pferdenutzung (Schulbetrieb) muss jedes Pferd einzeln versichert werden. Im Normalfall gewähren die jeweiligen Versicherungen Rabatte bei mehreren Tieren. Auch Fohlen sind versichert. Hier greift bis zu einem bestimmten Zeitpunkt die Haftpflichtversicherung der Mutterstute.

Die jeweiligen Bestimmungen der Haftpflichtversicherung müssen also auf die individuellen Bedürfnisse des Pferdes und Pferdehalters abgestimmt werden.

Leistungsumfang Pferdehaftpflichtversicherung anpassen

Vor Vertragsabschluss sollten einige Dinge beachtet werden. Der Umfang der Versicherung sollte auf die Bedürfnisse des Tierhalters und des Pferdes angepasst werden. Bei Pferden, die überwiegend auf der Weide stehen, kann das Weiderisiko mitversichert werden. Wenn das Pferd aber überwiegend in einer Mietbox steht, ist es wichtig, dass auch Mietsachschäden im Versicherungsumfang mitberücksichtigt werden. Das Thema Reitbeteiligung versichern sollte auch im Hinblick auf Freunde und Verwandte, die das Pferd ab und zu reiten, in dem Vertrag der Versicherung berücksichtigt werden. Wenn etwas passiert ist dann auch die Reitbeteiligung über die Pferdehaftpflichtversicherung geschützt.

Hier haben wir euch eine kurze Übersicht einiger Risiken, die ihr individuell an eure Bedürfnisse anpassen solltet, aufgelistet:

Art der Pferdehaltung:

Boxenhaltung, Laufstall, Offenstall sollten mitberücksichtigt werden

Fremdes Eigentum (Flurschäden):

Bei der Beschädigung von fremdem Eigentum

Reitbeteiligung versichern (Fremdreiterrisiko):

Sofern andere Reiter für das eigene Pferd in Frage kommen (Freunde, Bekannte oder Reitbeteiligungen)

Pferde im Ausland:

Zum Beispiel bei Turnieren im Ausland

Ungewollter Deckakt:

Bei Hengsten zu bedenken

Ebenso sollte bei einem Vertragsabschluss die Laufzeit beachtet werden. Bei längeren Laufzeiten ist der monatliche oder jährliche Betrag dementsprechend geringer als bei kurzen Vertragslaufzeiten. Auch sollte die Möglichkeit einer Selbstbeteiligung in Betracht gezogen werden.

Tipp: Führe am besten immer einen Vergleich der verschiedenen Pferdehaftpflichtversicherungen durch, bevor du dich für ein Angebot entscheidest. Hierfür findest du im Internet sehr viele Vergleichsportale.

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