Komfort und Sicherheit im Sattel – wie finde ich den richtigen Steigbügel?

Ein Steigbügel sollte dem Fuß des Reiters guten Halt, Stabilität, Komfort und Sicherheit im Sattel bieten. Doch bei der Fülle der erhältlichen Modelle fällt es schwer, die richtige Auswahl zu treffen. Insbesondere das Thema Sicherheit hat für viele Reiter natürlich eine besondere Bedeutung, doch wie kann man die Sicherheit eines Steigbügels richtig beurteilen? Obwohl es bei keinem Modell einen 100prozentigen Schutz gibt, kann durch Beachtung einiger einfacher Dinge durchaus größtmögliche Sicherheit geboten werden.

Festigkeit und Stabilität des Steigbügelmaterials
Man sollte sich zunächst vor Augen führen, dass ein Steigbügel, je nach Disziplin, Kräfte von bis zu einem 4-fachen des Körpergewichtes aushalten müssen – und das in täglichem Gebrauch bei unterschiedlichsten, zum Teil widrigen Witterungsbedingungen. Empfehlenswert ist es daher, Steigbügel aus rostfreiem und UV beständigem Material mit einer Bruchlast von mindestens 800 kg zu erwerben.

Sehr preisgünstige Modelle sind häufig aus Materialien gefertigt, die nicht witterungs- und korrosionsbeständig sind. Sie können beispielsweise rosten oder sogar brechen und neigen bei Temperaturschwankungen zu Gefügeveränderungen oder Materialermüdung. Dies gilt sowohl für Metall- als auch für Kunststoffbügel. Bei Kunststoffbügeln sollte unbedingt auf UV-Beständigkeit geachtet werden, denn durch UV-Strahlung ermüdet das Material ebenfalls und kann spröde werden und brechen.

Korrekte Größe, Gewicht und Beschaffenheit der Trittfläche
Die Trittweite eines Steigbügels sollte so gewählt werden, dass der Fuß problemlos hinein und hinaus gesetzt werden kann und seitlich, auf Höhe des Ballens, mindestens einen halben Zentimeter Platz zu jeder Seite hat. Der Fuß muss sich im Bügel einfach versetzen lassen, ohne dass er festklemmt. Allerdings sollte der Bügel für den Fuß auch nicht zu groß sein, denn sonst besteht die Gefahr, dass der Fuß komplett durch den Bügel rutschen und im Extremfall nicht wieder herauskommen kann.

Beim Gewicht kommt es auf das subjektive Empfinden des Reiters an. Wenn der Reiter den Steigbügel während des Reitens verliert, ist es einfacher den Bügel wieder aufzunehmen, wenn er nicht zu leicht ist, sondern etwas Eigengewicht mitbringt. Zu leichte Steigbügel können „schaukeln“ und sind schwierig wieder aufzunehmen.

Die Trittfläche eines Steigbügels sollte die Aufgabe erfüllen, dem Fuß im Bügel genügend Grip und Halt zu bieten. Vor allem für Reitanfänger ist es wichtig, dass der Fuß sicher im Bügel steht, damit sich der Reiter besser ausbalancieren kann, stabilen Halt findet und nicht zu tief in den Bügel rutschen kann.

Gelenksteigbügel
Neben den normalen Standard-Steigbügeln, den sogenannten Fillis-Bügeln, gibt es Steigbügelsysteme mit einer zusätzlichen Gelenkfunktion. Die bei EQUIVA erhältlichen Gelenksteigbügel „Bow Balance“ und „Flexcite“ von Sprenger lassen durch das integrierte, flexible Gelenk beim Reiten die federnde Bewegung des Sprunggelenks zu. Sie entlasten dadurch die Knie- und Hüftgelenke sowie den kompletten Sehnen- und Bandapparat. Ein weiterer nennenswerter Vorteil der Bügel ist, dass durch das flexible Gelenk die Freigabe des Fußes im Falle eines Sturzes erleichtert wird. Die Gelenksteigbügel von Sprenger erfüllen alle Qualitätskriterien ausnahmslos: lange Haltbarkeit, hohe Materialqualität, Bruchlasten von bis zu 1.600 kg sowie Funktionalität und Komfortabilität.

System 4 Sicherheitssteigbügel

System 4 Sicherheitssteigbügel

Sprenger-Gelenksteigbügel haben eine nach vorne und hinten bewegliche Trittfläche, die die Ferse des Reiters automatisch in die gewünschte, tiefe Position rückt. Das Gelenk ermöglicht die Anpassung der Trittfläche an die federnde Fußbewegung des Reiters, so dass ständiger Kontakt mit der Sohle entsteht.

Zum Artikel



Dieser Beitrag wurde uns von Sprenger zu Verfügung gestellt.

Bitte gib die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.