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Pferde scheren – Tipps und Tricks

Der Herbst ist da und viele aktive Reiter stellen sich oft die Frage, ob das Pferd geschoren werden sollte. Dabei sollte natürlich der gesundheitliche Aspekt im Mittelpunkt stehen. So ist ein Pferd, das viel geritten wird dementsprechend besser bedient, wenn es nach dem Training nicht durch das dicke Winterfell schweißgebadet ist und mehrere Stunden zum Trocknen braucht. Durch das Scheren schwitzt es nicht oder nur kaum bzw. trocknet nach dem Reiter schneller ab und die Gefahr einer Erkältung verringert sich somit. Wer denkt, dass es dem Pferd zu kalt wird, der sollte beachten, dass geschorene Pferde, auch im Stall, immer eingedeckt werden müssen.

Bei Pferden, die nicht regelmäßig geritten werden, besonders bei Freizeitpferden, ist das Scheren nicht besonders sinnvoll, da das Winterfell dem Pferd natürlichen Schutz in der kalten und nassen Jahreszeit bietet. Steht ein Pferd also im Herbst und Winter weniger im Stall und oft oder immer auf der Weide oder dem Paddock, ist es Regen, Wind und Kälte ausgesetzt.

Möchtest du deinen Liebling nicht „rasieren“, aber regelmäßig mit ihm trainieren? Dann hast du folgende Möglichkeiten:

  • Frühzeitiges Eindecken (verringert das Wachstum des Winterfells der Pferde)
  • Nach dem Training unmittelbar mit einer Abschwitzdecke ausreichend trocken reiten oder führen,
  • Solarium (spendet Wärme und verkürzt den Trockenprozess).

Wie schere ich mein Pferd am besten? Scheren leicht gemacht!

Was du benötigst:

  1. Schermaschine (Verleih von Reiterfreunden oder aus einem Reitsportgeschäft)
  2. Maschinenöl
  3. Bürste (Kardätsche)
  4. Satteldecke oder Schabracke
  5. Abschwitz- oder Baumwolldecke
  6. Zeit, Ruhe und Geduld

Pferd scheren – Wie gehe ich vor?

Um ein Pferd in Ruhe scheren zu können, solltest du es an einer sicheren Stelle anbinden, in dessen Nähe eine sich Steckdose befindet und wo möglichst wenig Menschen und Pferde vorbei müssen.

Bevor du anfängst, solltest du dir deinen Arbeitsplatz mit den vorher genannten Utensilien zurechtgelegt haben:

  • Lege dir eine Bürste zurecht, mit der du zwischendurch die losen Haare an der Schermaschine abbürsten kannst.
  • Habe das Maschinenöl griffbereit, damit du die Schermaschine regelmäßig nachölen kannst.

Bevor du die Scherblätter in die Maschine steckst, sollte diese gut geölt werden. Das Nachölen sollte in gewissen Zeitabständen stattfinden um das Heißlaufen der Maschine zu vermeiden. Hierfür eignet sich spezielles Schermaschinenöl, welches eine optimale Schmierung aller beweglichen Teile im Scherkopf gewährleistet. Achte bitte auch darauf, dass dein Pferd während des Scherens nicht auf das Kabel der Schermaschine treten kann. Dein Pferd sollte unbedingt trocken, sauber und von jeglichem Dreck befreit sein. Schmutz und verklebte Stellen sollten mit einer Wurzelbürste entfernt werden, damit es beim Scheren zu keinen Problemen kommt.

  • Tipp! Damit die Sattellage nicht krumm geschnitten wird, kannst du eine Satteldecke oder Schabracke auf das ungeschorene Pferd legen und die äußeren Linien mit einem Kreidestift nachzeichnen.

Schalte die Maschine erst einmal einige Meter vom Pferd entfernt ein. So kann sich dein Pferd an das Geräusch gewöhnen. Komme dann langsam näher und beginne an einer größeren Fläche, wie zum Beispiel am Hals. Bei den meisten Maschinen kann die Länge der zu scherenden Haare eingestellt werden. Hier empfiehlt es sich an einer kleinen Stelle des Pferdes auszuprobieren, welche Länge am besten geeignet ist.

  • Tipp! Dein Pferd kennt das Scheren nicht oder findet die Geräusche der Maschine unheimlich? Gewöhne es zunächst langsam an das Geräusch in Kombination mit Berührungen. Musik kann das Pferd dabei etwas von den Geräuschen ablenken. Verliert das Pferd die Geduld, kann man es mit etwas Futter ruhig und beschäftigt halten. Es ist außerdem immer gut, eine helfende Person dabei zu haben. 

Schere gegen den Strich in großen Zügen. Bitte achte darauf, die losen Haare regelmäßig von der Schermaschine und den Blättern abzubürsten und diese nachzuölen. Wenn du dich dazu entscheidest deinem Pferd einen „Ganzkörper-Schnitt“ zu verpassen und Teile des Kopfes und die Beine mitzuscheren, dann eignet sich hierfür eine kleine Akku-Schermaschine. Diese sind leise und besser geeignet um auch an schwierigen Stellen die Haare zu kürzen.

  • Tipp! Auch wir Menschen haben etwas davon, wenn wir unseren Pferden einen Kurzhaarschnitt verpassen – Nämlich viele kleine Häärchen an und in der Kleidung, die ziemlich pieken können. Um dies zu vermeiden, kannst du dir einen Maleranzug aus Kunststoff oder einen Arbeitskittel anziehen.

 

Der perfekte Schnitt – Wie Du Muster ins Fell bekommst

Es gibt viele verschiedene Arten ein Pferd zu scheren. Hier gibt es natürlich den Ganzhaarschnitt, bei dem bis auf die Sattellage auch Kopf und Beine geschoren werden können. Wichtig ist, dass Fell auf der Sattellage zu erhalten, da so Scheuerstellen vermieden werden können. Es gibt viele Möglichkeiten dein Pferd zu scheren. Du kannst zum Beispiel bei einem „Spar-Schnitt“ nur eine 20-30 cm lange Linie scheren, die jeweils in der Mitte des Pferdekörpers an den Ganaschen beginnt. Ein Sparschnitt hat den Vorteil, dass das Pferd bei Anstrengungen nicht stark schwitzt, aber dennoch durch den restlichen Pferde-Pelz gewärmt wird. Bei der Auswahl eines Haarschnittes sind also fast keine Grenzen gesetzt. Der Schnitt sollte aber immer an die jeweiligen Verhältnisse und das Pferd angepasst werden.

Wer seinem Pferd nicht nur das starke Schwitzen ersparen will, kann ihm zusätzlich noch modische Muster ins Fell scheren. Hierfür kannst du zu Hause eine Schablone fertigen indem du diese in Original auf ein Blatt Papier zeichnest und ausschneidest. Die fertige Schablone kannst du dann auf dein ungeschorenes Pferd legen und die Umrisse mit einem Kreidestift oder Silberspray markieren. So kannst du beim Scheren einfach um die markierten Stellen schneiden.

Beachte! 

Abschließend möchten wir erwähnen, dass es sich hier lediglich um Tipps rund um das Thema Scheren handelt. Die Gründe und die Art und Weise ein Pferd zu scheren hängen immer von mehreren Faktoren ab. Grundsätzlich ist es immer besser vorher genau darüber nachzudenken ob es sinnvoll ist sein Pferd im Winter zu scheren. Wenn das Pferd das Scheren nicht kennt, kann man über eine Sedierung nachdenken, um es an das Scheren zu gewöhnen. Hierbei sollte jedoch eine erfahrene Person zur Seite stehen. 

Die richtige Schermaschine finden!

Bei EQUIVA gibt es viele unterschiedliche Schermaschine, sodass du garantiert das passende Modell findest. Für das Scheren der großen Körperflächen eignen sich die herkömmlichen großen Schermaschinen am besten. Für komplizierte Stellen an den Beinen, am Kopf oder für Schermuster nutzt man am besten kleine Trimmer und Schermaschinen. Besonders funktional sind die modernen Schermaschinen ohne Kabel mit Akku. Das kabellose Scheren ist unkomplizierter und minimiert die Gefahr, das man selbst oder das Pferd über das Kabel stolpern. Man benötigt außerdem keine Steckdose in unittelbarer Nähe. Werden die Scherblätter stumpf, kann man sie nachschleifen lassen oder sie gegen neu austauschen. Scherblätter, Schermaschinen-Öl und sogar Scherschablonen für ausgefallene Muster bekommst du ebenfalls bei EQUIVA! 

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