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Wintertraining - Abwechslung für dein Pferd

Schon ist es wieder soweit. Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und der Winter steht vor der Tür. Mit den kalten Jahreszeiten wird in den meisten Reitställen auch die Hallensaison eingeläutete. In der Reithalle tummeln sich dann in den Abendstunden vor allem die berufstätigen Reiter, Ausritte werden bei Regen, Matsche und Frost eher selten und zum Turnier fahren die meisten Reiter über den Winter ebenfalls nicht.

Während des tristen Herbst und Winters wird dann auch das Training der Pferde schnell mal eintönig. Tag ein Tag aus in der Halle seine Runden zu drehen, führt bei vielen Pferden zu einem regelrechten „Hallenkoller“ und sie verlieren den Spaß an der Arbeit. Wie die Winterarbeit mit dem Pferd aber auch in der kalten Jahreszeit abwechslungsreich gestaltet werden kann, verraten wir euch in diesem Beitrag und geben wertvolle Tipps, wie ihr eure Pferd auch in dieser Zeit fit und motiviert haltet.

 

 Wochenende und freie Tage nutzen

Gerade berufstätige Reiter bekommen ihr Pferd im Herbst und Winter nur noch in den dunklen Abendstunden zu sehen. Vor allem wenn es dunkel ist und kein beleuchteter Reitplatz zur Verfügung steht, bleibt nichts Anderes übrig, als ständig in der Halle zu reiten. Daher sollte das Wochenende oder ein freier Tag genutzt werden. Wenn die Straßen und Wege nicht gerade gefroren sind, bieten sich Ausritte oder Spaziergänge mit dem Pferd an, einfach um für einen „Tapetenwechsel“ zu sorgen. Eine neue Umgebung weckt bei vielen Pferden die Neugier und damit auch die Konzentration und sorgt für neue Motivation.

 

Freispringen

Freispringen bietet eine willkommene Abwechslung und kann im Grunde mit jedem Pferd gemacht werden. Wichtig ist natürlich, dass die Höhe der Sprünge dem Können der Pferde angepasst wird. Vor dem Freispringen muss das Pferd in jedem Fall ausreichend im Schritt, Galopp und Trab aufgewärmt werden, da ansonsten Sehnen und Bänder gereizt werden. Unerfahrene Pferde sollten langsam an das Freispringen gewöhnt werden. Hier beginnt man mit niedrigen Sprüngen und kann die Höhe langsam steigern. Damit auch beim Freispringen keine Langeweile aufkommt, kann der Parcours öfter mal verändert werden. Dazu eignen sich einfach verschiedenfarbige Stangen, eine Plane die unter das Hindernis als Wassergraben gelegt wird oder Decken und Luftballons, die an den Sprüngen befestigt werden.

 

Bodenarbeit

Bodenarbeit oder Gelassenheitstraining ist nicht nur für die Winterarbeit geeignet. Stangenlabyrinthe, Regenschirme, Luftballons, Planen, Flattervorhänge...hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Pferde können so mit neuen Situationen konfrontiert werden, lernen spannende neue Dinge kennen und bauen durch gemeinsames Training noch mehr Vertrauen zum Reiter und Gelassenheit gegenüber ungewohnten Reizen auf. Wer meint, dass Bodenarbeit nur was für Freizeitreiter ist, liegt falsch. Gerade Turnierpferden kann Gelassenheitstraining helfen, auch unterwegs in fremder Umgebung auf dem Turnier souveräner zu reagieren. Alternativ zur Bodenarbeit bieten sich auch Ballspiele mit einem Pferdefußball oder einem Gymnastikball an. Oder wie wäre es mal mit einem Verladetraining, um ein junges Pferd an den Pferdehänger zu gewöhnen oder einem ängstlichen Pferd die Zweifel am Hänger fahren zu nehmen? Wer die Schwächen und Ängste seines Pferdes kenn, hat im Winter genug Zeit und Ruhe gezielt daran zu arbeiten.

 

Longieren

Ist die Halle nicht zu überfüllt, der Reitplatz noch nutzbar oder steht sogar eine Longierhalle zur Verfügung, kann Longieren ebenfalls dazu beitragen, das Wintertraining fürs Pferd abwechslungsreicher zu gestalten. Das Pferd sollte aber nicht nur gelangweilt im Kreis vor sich hin trotten. Häufige Tempi- und Handwechsel, Variationen mit Galoppstangen, Trabstangen und Cavalettis oder verschiedene Ausbinder können auch die Arbeit an der Longe interessant machen und trainiert Ausdauer und Muskulatur des Pferdes.

 

Stangenarbeit, Cavaletti und Springgymnastik

Schon einfache Galopp- oder Trabstangen bringen Abwechslung in das tägliche Training. Der Abstand der Stangen kann variiert werde, um entweder in großen oder kleine Tritten beziehungsweise Sprüngen über die Stangen zu reiten. Eine einzelne Stange auf einer Wechsellinie hilft zum Beispiel dabei, den fliegenden Galoppwechsel spielerisch beim Sprung über die Stange zu üben.

Ein wenig anspruchsvoller wird es dann mit Cavalettis und kleinen Sprüngen. Sie bieten nicht nur eine weitere Abwechslung, sondern dienen auch zur Gymnastizierung des Pferdes. Unerfahrene Reiter sollten jedoch am besten zunächst unter Aufsicht springen.

 

Zirkuslektionen

Wer den Winter mal ganz anders nutzen möchte, kann seinem Pferd ja etwas ganz Neues beibringen. Es müssen nicht direkt richtige Kunststücke sein, aber mit der Unterstützung von ein paar Leckereren kann man Pferden und Ponys schon etwas antrainieren. Zum Beispiel versteckt man etwas Essbares unter einer Pylone, sodass das Pferd das Leckerchen suchen und die Pylone anheben muss. Aber auch einfache Dinge, wie das Folgen und Stehen bleiben auf Kommando und ohne Führung, kann man dem Pferd beibringen und sorgt für ein besseres Verständnis zwischen Pferd und Reiter. Wer seinem Pferd richtige Zirkuslektionen zeigen möchte, sollte dies am besten unter Anleitung eines Profis machen. 

Um ein wenig Abwechslung in den Trainingsalltag zu bekommen und das Pferd auch im Winter fit du motiviert zu halten, sind den Ideen im Grunde keine Grenzen gesetzt. Und wer für den eigenen Alltag im Stall noch ein wenig Veränderung braucht: Herbst und Winter eignen sich perfekt um einfach mal den Spind auszumisten, das Sattelzeug ausgiebig zu putzen oder auch neue Ziele für die nächste Turniersaison ins  Auge zu fassen und vielleicht einmal einen Lehrgang mitzureiten. 

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