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Reitlehrer Typen

So gut wie jeder Reiter hat einen und jeder Reiter braucht ihn: den Reitlehrer. Und jeder Reiter hat so seine eigenen Erfahrungen mit verschieden Arten von Reitlehrern oder auch Trainern gemacht. Ob der eigene Reitlehrer einen selber und das Pferd nun zu Höchstform auflaufen lässt, übertriebenen Ehrgeiz bremst oder auch einfach immer nur die richtigen Worte im richtigen Moment findet, jeder Trainer ist anders und hat seine Vor- und Nachteile. Aber das ist auch gut so, schließlich ist auch jeder Reiter und jedes Pferd verschieden und braucht unterschiedliches Training. Und so verschieden Reitlehrer auch sein mögen, ein paar Stereotypen, die allseits bekannte Klischees erfüllen, gibt es dann eben doch. Oder kommen euch hier nicht auch ein paar Dinge bekannt vor?!

Der „Ohne-Punkt-Und-Komma-Kommandeur“

Kaum sitzt der Reiter auf dem Pferd, da fliegen ihm schon die Kommandos um die Ohren. Schließlich will auch der Schritt richtig geritten werden. Sind dann erstmal die Zügel aufgenommen, geht es so richtig los. Das wird keine gemütliche Reitstunde, denn vom „Ohne-Punkt-Und-Komma-Kommandeur“ kommen im Sekundentakt die Anweisungen, die auch sofort umgesetzt werden wollen. Jede kleinste Hilfe wird kommentiert, durch jede Wendung und Lektion akribisch geführt und jeder Fehler postwendend korrigiert. Aufmerksamkeit und Konzentration sind hier das A und O und am Ende des Trainings rauchen Pferd und Reiter definitiv die Ohren. Die Worte fehlen dieser Art von Reitlehrer aber auch nach der Reitstunde nie.

Der „Stadion-Beschaller“

Headset? Wer braucht den sowas? Den Reitlehrer Typ „Stadion-Beschaller“ versteht man schließlich auch am Ende jedes noch so großen Reitplatesz...trotz Gegenwind. Dass ein Mensch überhaupt so laut und auch noch verständlich schreien kann, ist schon ein Phänomen für sich. Dabei übertönt der Trainer auch mit Leichtigkeit jede Radiomusik, das Geschwätz der anderen Reiter und jede Art von Gedanken, die man eventuell während der Reitstunde im Kopf hat. Wer mit seinem Pferd schon lange genug beim „Stadion-Beschaller“ reitet, wird auch einige Verhaltensweisen bei seinem Sportpartner festgestellt haben. Die durchdringende Stimme des Reitlehrers hat sich nämlich ebenso in das Gehirn des Pferds eingebrannt. Er schreit lauter? „Dann laufe ich vielleicht lieber einen Tacken schneller“, denkt es sich da. Komischer Weise ist der „Stadion-Beschaller“ trotz stundenlanger Schreierei nie heiser.

Der „Schweigsame“

Guckt er überhaupt hin? Die Frage stellt sich der Reiter, der mit einem schweigsamen Reitlehrer trainiert, bestimmt des Öfteren. Bis dann nach minutenlanger Stille plötzlich doch eine genau passende Anweisung aus der Ecke gerufen kommt. Der „Schweigsame“ sagt vielleicht nicht viel, beobachtet Pferd und Reiter aber ganz genau und seinen Argusaugen entgeht bestimmt nichts. Streng nach dem Motto „Weniger ist mehr!“ wirft er ab und zu mit ein paar Anweisungen um sich, bevor er wieder in andächtiges Schweigen verfällt. Kein Wunder, dass so ein mancher Mitreiter erst nach einiger Zeit mitbekommt, dass dort ein anderer Unterricht hat.

Der „Sportliche“

Manche Reitlehrer sitzen an der Bande, andere stehen in der Halle. Den „Sportlichen“ hält aber nichts lange an einer Stelle. Während der Reitstunde legt er mehrere Kilometer zurück, rennt den Reitplatz hoch und runter und ist seinen Schützlingen immer dicht auf den Fersen. Wild gestikulierend versucht er seine Kommentare anschaulich mit Händen und Füßen deutlich zu machen. Mit vollem Körpereinsatz unterrichtet er Pferd und Reiter und am Ende der Stunde stellt sich eigentlich nur die Frage, wer nun am meisten Kalorien verbrannt hat: Pferd, Reiter oder Reitlehrer? Und will der Schüler die anschaulich gemachten Hilfen und Anweisungen nicht ganz so richtig umsetzen, schwingt der sportliche Reitlehrer sich gerne mal selber in den Sattel.

Der „Lob-und-Leckerchen-Trainer“

Ohne Lob geht bei ihm gar nichts. Der „Lob-und-Leckerchen-Trainer“ sprudelt nur so über vor Motivation und positiver Einstellung und lässt sich keine Gelegenheit entgehen, Pferd und Reiter zu loben. Kommentare wie „Braaaaav“, „Suuuuper“, „Loooooben“, Kloooopfen“, „Soooo sieht das super aus“ ertönen permanent. Und hat der Vierbeiner etwas richtig gut gemacht, bekommt er schnell mal ein Zückerlie ins Maul gesteckt. Kein Wunder, dass der „Lob-und-Leckerchen-Trainer“ unter den Pferden und Ponys äußerst beliebt ist und jede Woche mit freudig gespitzten Ohren empfangen wird. Und macht das Pferd mal etwas falsch? Kein Problem, der Sportpartner ist trotzdem ganz toll und hat jedes Lob verdient. Außerdem findet der Reitlehrer für jede noch so schlechte Leistung tröstende Worte und eine Aufmunterung.

Der „Fertigmacher“

Ganz das Gegenteil ist da der „Fertigmacher“, dessen Motto lautet: Heute mach ich dich mal so richtig fertig. Die anstrengendste Reitstunde bekommt man wohl bei dieser Art von Trainer, der schon mit böser Miene die Reithalle betritt. Der leicht drohende Unterton bei jedem Kommando lassen Pferd und Reiter direkt spuren und jegliche Art von Widerworten sofort vergessen. Bloß nichts falsch machen, ist hier die Devise und ebenfalls kein Anzeichen von Schwäche zeigen. Auch wenn der Reiter nach einer Trainingseinheit beim „Fertigmacher“ irgendwie das Gefühl hat, überhaupt nicht reiten zu können, scheint er doch etwas zu lernen. Und bei aller Kritik, Motzerei und negativer Kommentare hat der Trainer nach der Reitstunde dann immerhin doch noch einen netten Schulterklopfer für seinen Schützling übrig.

Und in welche Kategorie passt euer Reitlehrer am besten? 

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