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Konditionstraining im Reitsport

Vor und nach jeder Turniersaison ist das richtige Training für jedes Pferd und jeden Reiter ein sehr wichtiger Aspekt um beide nachhaltig fit zu halten und Verletzungen vorzubeugen. Denn sind Pferd und Reiter nicht ausreichend trainiert, können Sehnen und Bänder oft in Mitleidenschaft gezogen werden. Nach Abschluss jeder Turnierphase kann den Pferden dann auch mal eine mehrwöchige Pause gut tun. Bei einer Trainingspause sollten jedoch einige Punkte beachtet werden, da das Pferd nur langsam abtrainiert werden sollte um Leistungseinbußen zu vermeiden. In Kooperation mit ReitTV wurde Jana Weyers, die auf nationalen und internationalen Turnieren in der Vielseitigkeit erfolgreich unterwegs ist, über ihren persönlichen Trainingsablauf interviewt.

Das Abtrainieren nach der Turniersaison

In den ersten zwei Tagen nach dem letzten Turnier gönnt Jana Weyers aus dem ReitTV Team ihrer Stute immer gerne zwei Tage Ruhe. Dann wird die Stute nur im Schritt bewegt. Danach geht sie mit viel Ausreiten und leichter Dressurarbeit in die Winterpause. Dann steht hauptsächlich Weide auf dem Trainingsplan. Ausreiten und lockere Dressurarbeit sind jedoch auch in der Winterpause von Vorteil. Nach circa sechs bis acht Wochen kann dann wieder langsam mit dem Training begonnen werden damit sich die beiden optimal auf die anstehende Turniersaison vorbereiten können.

Nach der Ruhepause in Vorbereitung auf die nächste Turniersaison

Nach einer langen Ruhepause, sollte ganz langsam wieder mit dem Training begonnen werden. Als erstes sollte die Dressurarbeit in kleinen Schritten intensiviert werden. Das bedeutet, dass neben den lösenden Übungen auch Übungen zur Förderung der Durchlässigkeit hinzukommen. Dazu gehört das Versammeln in den drei Grundgangarten und das Lektionen reiten. Die vorbereitende und aufbauende Dressurarbeit wird nach circa vier weiteren Wochen mit dem leichten Springtraining ergänzt. Stangenarbeit und Cavalettiearbeit zum Aufbau der Muskulatur und zur Stärkung der Geschicklichkeit stehen im Programm. Geländehindernisse werden erst mit einbezogen, wenn das Springtraining so weit fortgeschritten ist, dass ein kleiner Parcours geritten werden kann. Darauf aufbauend geht Jana einmal die Woche ,,Galoppieren“. Dies natürlich auch langsam steigernd. Das Galopptraining dient zur Förderung der Ausdauer.

Konditionstraining im Gelände für Pferd und Reiter

Besonders das Konditionstraining für Pferde ist in der Vielseitigkeit sehr wichtig. Um die Kondition eines Pferdes zu erhöhen gibt es unterschiedliche Methoden. Jana nutzt hierfür oft das umliegende Gelände. Nach gut einer halben Stunde Schritt beginnt Jana Ihre Stute im lockeren Trab zu lösen. Im angrenzenden Wald kann das anhaltende Galoppieren gut trainiert werden. Hier ist im Training sowie Wettkampf wichtig, dass die Geschwindigkeit dem Pferd angepasst und nicht zu schnell ist. Zu schnelles Tempo auf kürzeren Strecken ist im Aufbautraining nicht zu empfehlen. Wenn es jedoch an die größeren Prüfungen in der Vielseitigkeit geht, dann muss auch die anaerobe Muskulatur trainiert werden. Das bedeutet, dass Jana und ihr Pferd auch Sprints trainieren müssen um im Wettkampf fit zu sein. Dafür werden dann kurze Strecken in höherem Tempo geritten - am besten bergauf weil das noch zusätzlich beansprucht.

Eine gewisse Grundkondition braucht jedes Pferd, egal ob Freizeit-, Dressur-, Springpferd oder in der Vielseitigkeit. Normalerweise erreicht man die Grundkondition durch die normale Arbeit in der Dressur oder im Springen. Bei einem Vielseitigkeitspferd auf höherem Niveau ist es dann zusätzlich noch wichtig, Galopptraining und Konditions- und Ausdauertraining zu absolvieren, da die Strecken, die am Stück galoppiert werden müssen deutlich länger und anstrengender sind. Je nachdem wo das Turnier stattfindet ist es auch dann sehr kräftezehrend, da in vielen Geländen auch Berge und Hügel zu finden sind.

Vielseitigkeit – Die Gesundheit von Pferd & Reiter

Natürlich spielt der gesundheitliche Aspekt beim Vielseitigkeitsreiten eine sehr wichtige Rolle, da sonst unter Anderem Sehnenschäden oder Muskelprobleme vorprogrammiert sind. Ebenso wird die Sicherheit mit einem geschickten, trainierten Pferd viel höher und Unfälle können vermieden werden. Wichtig ist, dass das Pferd und auch der Reiter bis zum Ende der Prüfung voll konzentriert und fit sind. Nicht umsonst gilt die Vielseitigkeit als Königsdisziplin im Reitsport. Pferd und Reiter müssen neben einer sehr vielseitigen Ausbildung ein großes Maß an Fitness und Kondition vorweisen. Wer als ambitionierter Freizeitreiter oder auch Turnierreiter die Kondition seines Pferdes steigern möchte, der findet hier zusammenfassend ein Paar einfache Tipps:

  • viel Schritt am langen Zügel reiten (halbe Stunde bis Stunde, fördert ebenso die Kondition)
  • Zweimal am Tag reiten (z.B. morgens ausreiten, abends Dressur)
  • Führmaschine oder Laufband
  • Galopptraining - Längere Strecken galoppieren

 

Bei allen Übungen zum Thema Konditionstraining für Pferde sollten diese jedoch immer genauestens an das Pferd und seinen Trainingsstand angepasst werden. Auch hier gilt: Tempo und Trainingsaufwand langsam steigern! In folgendem Video erklärt Jana euch noch einmal alles persönlich.

Schreibt uns gerne in den Kommentaren wie ihr eure Pferde trainiert.

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