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EQUIVA-Dressurserie: Übergänge Reiten, Ganze Parade & Rückwärtsrichten

Angelehnt an die YouTube Dressurserie, kommentiert von Olympiasiegerin Nicole Uphoff-Selke, stellen wir euch in diesem Beitrag die wichtigsten Tipps zu den Themen Übergänge Reiten, Ganze Parade und Rückwärtsrichten zusammen.

Übergänge Reiten sollte geübt sein

Übergänge sind in der Lösungsphase eine sehr wichtige Lektion. Damit kann die Durchlässigkeit des Pferdes verbessert werden. Denn nur ein durchlässiges Pferd ist bereit auf sämtliche Hilfen des Reiters zu reagieren. Beim Übergang vom Trab zum Schritt geben beide Beine einen gleichmäßigen Impuls um dem Pferd das Durchparieren zum Schritt zu signalisieren. Beide Gesäßknochen arbeiten dabei nach vorne und die Finger werden leicht geöffnet. Durch die Anspannung des Gesäßes, spannt sich automatisch das Kreuz des Reiters an und verhindert, dass das Pferd weiter nach vorne geht. Die Knie werden dabei leicht geschlossen. Diese beiden Hilfen bewirken zusammen, dass der Reiter mit halben Paraden das Pferd durchparieren kann.

Beim Angaloppieren wird der äußere Schenkel eine Handbreit nach hinten gelegt und der innere Schenkel gibt dabei einen Impuls auf dessen das Pferd angaloppieren sollte. Beim Durchparieren vom Galopp in den Trab wird im Grunde die gleiche Hilfe gegeben wie beim Übergang in den Schritt. Der Reiter setzt sich noch einmal gerade hin, macht sich schwer, schließt die Knie gleichmäßig und gibt die Hand leicht vor.

Übergänge sollten nicht mit der Hand geritten werden

Beim Übergänge Reiten halten die Hände nur die Verbindung zum Pferdemaul, der Rest wird mit Schenkel und Gewicht geritten. Die Reiterhand hat bei den Übergängen nur die Funktion dem Pferd durch das Nachgeben den Übergang zu vereinfachen. Dazu kann eine zu starke Stellung und Biegung den Übergang für das Pferd erschweren. Da kein Mensch und auch kein Tier unfehlbar ist und auch die Konzentration schon mal abhandenkommen kann, ist das Resultat einer fehlerhaften Parade ein schiefes Pferd. Bei Problemen in dem Bereich kann das Pferd einfach noch einmal gerade gerichtet und der Übergang von neuem versucht werden.

EQUIVA Dressurserie Teil 5 – Ganze Parade 

Eine Ganze Parade setzt sich aus mehreren halben Paraden zusammen und soll das Pferd zum Halten veranlassen. Damit diese Parade korrekt gelingt, zeigt Nicole Uphoff-Selke im fünften Teil der Dressurserie, was der Reiter bei der Ausführung beachten sollte.

In jeder Prüfung wird diese Lektion abgefragt, meistens auch noch einmal während der Prüfung und am Ende beim Aufmarschieren auf die Mittellinie. Beim Anhalten zur ganzen Parade ist es ganz wichtig, dass das Pferd nicht zu einer ,,Bruchlandung gebracht wird“. Durch ziehen der Reiterhand wird die Last des Pferdes auf die Vorhand gelegt, sodass eine korrekte Ausführung der ganzen Parade nicht möglich ist. Das Kreuz des Reiters sollte bei der korrekt ausgeführten Übung angespannt werden, die Knie schließen sich. Die Reiterhand sollte nicht festgehalten werden, sondern kleine, leichte Paraden geben. Die Ganze Parade wird vorzugsweise über den Körper und nicht über die Reiterhand durchgeführt.

Ganze ParadeEine Vorbereitung auf die Ganze Parade ist zur korrekten Ausführung unbedingt nötig. Gelingt die Vorbereitung zum Halten nicht, kann der Reiter dies durch Schenkelhilfen und leichte Zügelhilfen ausgleichen. Der Reiter sitzt dabei auf beiden Gesäßknochen, hält den Schenkel gleichmäßig am Pferdekörper und knickt nicht in der Hüfte ein. Die Vorbereitung auf die Ganze Parade besteht in einer leichten Versammlung im Zusammenspiel mit den vorgenannten Einwirkungen des Reitersitzes. So weiß das Pferd was kommt, setzt sich im optimalen Fall auf die Hinterhand und steht mit allen vier Beinen parallel zueinander.

Bei Reitanfängern, welche die Ganze Parade noch nicht beherrschen, empfiehlt Nicole Uphoff-Selke im Video zu dieser Dressurserie die Ganze Parade über den Schritt zu üben.

EQUIVA Dressurserie Teil 6 – Das Rückwärtsrichten

Weiter geht es mit unserer Dressurserie im sechsten Teil. Nachdem die wichtigsten Punkte der Dressur-Basics gezeigt wurden, geht es nun zu den Themen für die Fortgeschrittenen Dressurreiter. Den Anfang macht die Lektion des Rückwärtsrichtens.

Das Rückwärtsrichten ist eine Abfrage der Durchlässigkeit und des Gehorsams des Pferdes. Beim Rückwärtsrichten muss der Reiter darauf achten, dass sein Pferd in einer aufgerichteten Haltung rückwärts richtet und sich nicht verkriecht und damit die Last auf der Vorhand trägt.

Bei der korrekten Hilfengebung, die dem Pferd das Rückwärtsrichten signalisieren sollen, sollte sich der Oberkörper des Reiters minimal nach vorne beugen. Anstatt das Pferd mit einer vorgegebenen Hand vorwärts gehen zu lassen, geben beide Hände leichte Paraden. Der Reiter macht sich dadurch leichter. In Zusammenwirkung mit kleinen Impulsen der Schenkel. Das Rückwärtsrichten dauert solange bis der Reiter sich wieder in eine schwere aufrechte Position bewegt und beide Schenkel gleichmäßig an das Pferd annimmt, damit das Pferd geschlossen steht. Geschlossen steht das Pferd dann, wenn alle vier Pferdebeine auf gleicher Höhe parallel nebeneinander stehen.

Die Videos zu der Dressurreihe findet ihr in unserem YouTube-Kanal.


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